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Jury steht zu ihrem Urteil

Klever Wettbewerbs-Streit

Rheinische Post vom 15.08.2000

"Wir sehen keinen Anlass, unser Votum zurückzunehmen. Vielleicht erkennen die beiden Komponisten Frost und Daams sogar im kommenden Jahr, dass ihr Werk ,Trommelfeuer' doch im Sinne der Jury aufgeführt werden konnte." Als Sprecher der Jury für den Klever Komponistenwettbewerb "Musik in europäischen Gärten" hielt der Frankfurter Musikkritiker Gerhard R. Koch an der Entscheidung fest, das umstrittene Werk auszuzeichnen. Frost und Daams hatten unter Pseudonym eine Partitur eingereicht, die nach ihren Angaben einer Auszeichnung nicht genüge, zufällig und willkürlich geschrieben worden sei, und sie hatten letztlich damit die Jury gefoppt.

Dass Werke unter Pseudonym eingereicht würden, sei nicht ungewöhnlich, so Koch.

Dass dieses Werk für den "Konzertsaal zu primitiv" sei, habe die Jury schnell erkannt. Aber gerade die rasterhafte Primitivität, das Plakative und schließlich die ungewöhnliche Besetzung von Trommelfeuer hätten die Partitur von den anderen Einsendungen abgehoben und den Ausschlag gegeben, dieses Werk nicht mit einem Preis zu würdigen, sondern es als Auszeichnung für eine Aufführung im kommenden Jahr zu empfehlen. "Anhand der Partitur müsste dies ein schrilles, bizarres Happening werden, das gerade in der Open-Air-Atmosphäre seinen Reiz hat", erklärte Koch.

Zufallsstrukturen und die Hilfe des Computers seien im Übrigen, so der Jury-Sprecher, seit John Cage bekannt. Vorstellungen vom individuellen Schöpfer seien inzwischen eher altväterlich.

Matthias Grass


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